Ich stehe. Ich sehe zwei Lichter.
Zwei Lichter, die von Schwarz, von Dunkelheit umgeben sind.
Diese zwei Lichter sind etwas voneinander entfernt,
und so durch die Schwärze getrennt.
Die Dunkelheit liegt zwischen ihnen.
Es führen Wege zu den beiden Lichtern.
Es führen einige an ihnen vorbei und
einige zwischen ihnen hindurch.
Es gibt auch Wege, die eine völlig andere Richtung nehmen,
von ihnen weg.
Ich kann diese Wege nicht sehen.
Es ist dunkel.
Ich kann diese Wege erahnen und fühlen,
ich glaube, dass sie da sind.
Doch ich will den Weg zu den beiden Lichtern nicht gehen.
Ich will auch keinen anderen gehen.
Ich will hierbleiben und mich hinlegen.
Ich begebe mich in die Horizontale.
Doch ich liege nicht. Ich schwebe.
Die Schwerkraft fehlt.
Und doch weiß ich, ich bin nicht im All, nicht im Raum.
Doch wo bin ich dann?
Die zwei Lichter haben ihren Standpunkt nicht verändert.
Sie sind immer noch von Dunkelheit umgeben,
so wie ich von Dunkelheit umgeben bin.
Die Dunkelheit stellt ein unendliches “Alles” dar,
welches überall und unendlich ist.
So gibt es also nur die zwei Lichter, die Dunkelheit,
die Wege, die Schwerelosigkeit und mich?
Und sonst gibt es nichts mehr?
Doch!
Schulpforte, ca. 1995/96