Es ist soweit.
Die schwarzen Kerzen still entzündet, das Licht gelöscht,
Der alten Sanduhr gönn‘ ich - genüßlich - eine Stunde,
Und halte inne … - die Stille hält mit mir Gericht.
Ins Bewußtsein sinkt hinab,
Wird plötzlich rein und klar, es tritt hervor :
Aus flackernd Lichte wähn‘ ich der Fratzen üble grinsen,
Die Zeitenuhr - nicht kann dort Zeit verfließen:
der Körner schlichte rinnen nur.
Oh‘ Stille,
Einsamkeits ehr’würd’ge Schwester, sieh!, höchster Weisheit Hüterin,
So meint denn fühlend sehen zu entfremden, zu entheben,
zu dämmrigen Mythen,
Wo rein das wahre Wesen allen Seins nur schiene,
Und ach ! - durch’s Gefühl mutiert - uns trügt !
Dagazhallen, 06. März 1998