Lied der Schmerzen

Dämmervoll läßt Abend sich hernieder
Zu wecken mich aus tiefem Schlaf,
Eines matt umgarnten,
Zu wohlbehütem Wohl und Heile …

… aus des Lebens finst’rer Nacht der Freuden,
Wo Glück und Sorgenlose herrschen,
Mich mit einem Lächeln,
Mit ihrer Herzlichkeit vertreiben.

Stumme Trauer steigt von innen
Gleich einem Lavastrom empor
- schwelgt in Flammen: Wunsch zu sterben -
Vermag ich’s nicht,
Gebs teu’re Leben nimmer her.

Nur das alte Lied der Schmerzen
- nicht duld’ ichs mehr an meiner Seit’!
Stumm zu lächeln ob des Herzens,
Euch zu lassen, ist’s an der Zeit …

16. Mai 1998