Licht der Hybris

Sei unter Tausenden Einer
Dem Dionysos das Licht geschenkt
Zu sehen und zu strafen
Die Blinden, die nichts sehen.

So sei unter Tausenden Einer
Dem Dionysos das Lachen hat geschenkt
Zu höhnen, zu entehren
Die Toten unter der Erde.

Ja, sei unter Tausenden Einer
Dem Dionysos die Liebe hat geschenkt
Zu lieben das Blut seiner Sonne
Nicht Mitleid fänd er in Tränen der Dekadenz.

Sei unter Tausenden nur Einer
Der so zu leben versteht
Was wären dann all die Menschen
So matt und glanzlos, nicht lebend wie er?

Dagazhallen, 07. Dezember 1997