Einst gedacht ich Deiner,
-Göttin der Liebe-
Du wandelst umher, und spähtest nach mir
Aus, in den Tiefen der Rose
Verborgen hielt ich
Den süßesten Tau des lichtreichen Morgens;
Benetzte das Purpur, und trank‘ wohl daraus
Spiegelnden Tropfen
Von Jenseits und Flamme
Beflügelten Geistes, lächelte leis‘
- und widmete Dir
Seinen Glanz von Reinheit und Kälte
Kristallklarer Lüfte, von eisiger Zier !
Doch nahmest Du an, mein frostig Geschenk
Und lächeltest eben-
Falls, doch bitter hinweg;
Verschlug Dir der Scherz
Die seidene Sprache
Hin zu bitt’rem Gebaren und wütendem Zorn,
Zu versenken die Pfeile der Einfalt
In mein lachendes Herz,
Vertrauend und schutzlos
Opfer Deiner Gewalt !
Dagazhallen, 20. Mai 1999