Durch grauen Morgennebel schleich` ich,
Und über Wiesen, eingehüllt - so kalt und still:
- noch ach so ferne das blasse Dämmerlicht
Des dunst´ gen Morgens grauet -
Wirkt alles dumpf … und fahl:
In regungslos verfall` ner Stille
… und ein manches Mal, dem klammen Herzen,
So einsam wohl und wunderschön.
Und einsam flieht dies frühe Stunde
Jed` Laut - als wär er` s Dasein aller Wesen:
Sie hielte Andacht - hält den Atem:
Hielte sich des Atems unerschöpflich reiche Tiefe
Verborgen, im Dunkel eingeschlaf` `ner Wege,
Und stiehlt doch heimlich, gleich dem Diebe,
Sich geisterhaft durchs Elfenland.
Schon find` ich in der Ferne sanftes Rauschen
Leis hinüberdringen:
Hinweg der, dem grauen Nebelreiche
Ewig stumm entwachse`nen Schatten,
Und wandle hin - das nasse Gras
In seichtem Schlummer liegend -
Und spähe mitten unter diesem
Ein munt`res Quillen aus reichem Quell´..
“Daß Dein Nass mich wohl erfrische, ewig schenkend reicher Born,
Und nie versiegend aus der Tiefe mir Dein reines Leben gibt..“
So wend´ ich mich gelößt und frei
Dem Horizont erneut entgegen,
Und find´ der Weisheit Glut hell leuchtend
In Deinem Spiegelglanze steh` n,
In welchem all der Tiefe Zeichen
Jed` Morgen auf´s Neu`
Zum Lichte auf sein Weg muß geh´n !