Zum Jahresende

Nein, soweit ist es noch lange noch nicht: dieses Blog hat noch einiges vor und gedenkt nicht, allzubald sich dem inzwischen nahezu unüberschaubaren Meer verwaister und der Vergessenheit anheim gefallener Seiten des digitalen Netzes hinzuzugesellen.
Zugegeben, in letzter Zeit ist es etwas still auf works13 geworden; jedoch nicht, weil es nichts mehr zu sagen, zu berichten oder zu werkeln und für alle bereitzustellen gäbe. Vielmehr hat sich mit unvermittelter Wucht die offenbar letzte Phase meines angenehmen Dauerstudentenlebens eingestellt, und fordert momentan allen Tribut an Zeit, Aufmerksamkeit und Energie.
Läuft alles nach Plan, sollte ich Ende Januar 2008 meine Pläne fertig und abgegeben und Mitte Februar Vorstellung und Verteidigung meines Entwurfs (Gestaltung des Vorplatzes der Festung Köngstein (Sächsische Schweiz)) hinter mich gebracht haben. Ab dann wird mich wohl das große und undurchschaubare Rätsel und Mysterium erwarten, welches sich „Das wirkliche Leben“ nennt :D.

Aber abgesehen davon, was erwartet uns, mich und works13 eigentlich 2008?

Persönlich hab ich einiges vor: meine Neugierde drängt mich, mir Fähigkeiten in, und ein grundlegendes Verständnis von Python anzueignen, wobei ich gleichzeitig schon mit einem Auge auf Frameworks wie Django schiele. Versprechen tu ich mir davon eine schnellere Realisierung von Ideen und übersichtlicheren Code, als es mir momentan mit Perl möglich ist. Zudem erhoffe ich mir natürlich auch ein besseres und überschaubares Design durch die konsequente Ausrichtung der Sprache auf Objektorientierung.
Und als kleiner Bonus: Python eignet sich sowohl für die Programmierung von Web-, als auch von Desktopanwendungen.

Sofern ich Muse und Zeit finde, steht auch ein neues Gewand für works13 selbst an. Die Idee trage ich schon länger mit mir herum, selbige hat sich bisher allerdings konsequent geweigert, sich in konkreten Entwürfen zu materialisieren *g*.
Vor Beginn des Diploms hatte ich mich auch intensiver mit Ajax und entsprechenden Bibliotheken wie z.B.  YUI  beschäftigt – inwiefern sich solche Techniken sinnvoll in ein Blog integrieren lassen … wir werden es sehen.

Die Vollendung und Perfektionierung meiner Perlscripte, die Erstellung eines vernünftigen Adminbereichs dafür, weitere Automatisierung, das „auf dem Laufenden bleiben“ bzgl. neuester „Black Hat“ & SEO-Techniken werden auch 2008 wieder Themen für mich sein.

Natürlich will mein neuer Mac auch ausführlichst erkundet werden, das darunterliegende UNIX und ob ich es genauso bis zur Unkenntlichkeit zubasteln und an meine Bedürfnisse anpassen kann, wie ich’s sonst immer mit Linux getan habe.
Auch wenn er jetzt schon nahezu ca. 2 Monate auf meinem Schreibtisch steht, hatte ich bis jetzt noch nicht wirklich Gelegenheit dazu gefunden, und, naja, eigentlich immer noch das Gefühl, vor einem Kinder-und Spielzeug-OS zu sitzen, welches mich in meinem Möglichkeiten eher einschränkt und behindert als fördert.
Wenn man dann noch sieht, wie Apple manchmal mit seiner Software schlampt (siehe Month of Apple Bugs, das Firewalldebakel in Leopard, ein teilweise instabiles OS X 10.5, den aktuellen Sambabug, der immer noch nicht behoben ist, die Auslesbarkeit der Passwörter bei Apples Festplattenverschlüsselung Filefault,  den iMac-Freezes, usw.), möchte ich auch bald behaupten, dass ich mich mit dem OS noch nicht mal sicherer fühle als seinerzeit unter Win, eher im Gegenteil. Ich denke, da wird noch viel eigene Anstrengung nötig sein (Stichwort: IPFW, niemals mit Root-Rechten ins Netz usw.).

Nichtsdestotrotz, am 15.1.08 ist wieder MacWorld, einschließlich Keynote von Steve Jobs. Selbst ohne „Fanboy“ zu sein, muss ich dem ganzen Spektakel, selbst wenn ich es wohl bloß via Liveticker auf den entsprechenden Seiten mitverfolgen werde, einen großen Show-und Entertainmentwert zusprechen … wir dürfen gespannt sein :).

Vier Tage vorher, am 11.1.2008 soll offiziell KDE 4.0 releast werden – eine Veröffentlichung, die ich persönlich am meisten mit Spanung erwarte. Wie auch immer, nach allem, was man momentan auf den entsprechenden Seiten liest, bin ich noch etwas skeptisch: der neue Desktop Plasma soll noch um einiges in der Entwicklung zurückliegen, selber habe ich die Beta 2 vor ca einer Woche mal als Kubuntu-Live-CD ausprobiert … da lag noch einiges im argen und es hat noch einiges an Polishing und Funktionalität gefehlt. Ob das bis zum 11.1. noch alles zu schaffen ist???
Das spannendste an der ganzen Geschichte dürfte dann allerdings KDE4/Mac  werden, wird wohl in einer stabilen Variante erst später erscheinen, läuft aber als native Aqua-Anwendung und ohne X11.

Btw., vor kurzem erhielt ich eine Anfrage, ob ich eine meiner WinDekos für KDE 3.x abändern bzw. weiterentwickeln könnte. Abgesehen von meiner momentanen Zeitknappheit spricht auch das baldige Erscheinen von KDE4 (samt neuem KWin und neuer Theming-Engine) dagegen. Wie viele andere User auch werde ich sicherlich relativ schnell umsteigen; wenn, dann wird es sicherlich wieder etwas für KDE4 geben, vielleicht was neues, vielleicht einen Port … we’ll see ;).

Schließlich markiert der 1.1.08 auch den Beginn der Vorratsdatenspeicherung in Deutschland, also den Anfang der Übertragung unserer Persönlichkeitsrechte auf informelle Selbstbestimmung zugunsten der langsamen Erschaffung eines Orwellschen Überwachungsstaates.
Sollen die gesammelten Daten bis jetzt nur staatlichen Organen zur Verbrechens- und Terrorbekämpfung zur Verfügung stehen, ist es nur eine Frage der Zeit, bis auch private Firmen im Zuge der Verfolgung von Urheberrechtsverstößen Zugang zu diesen erhalten, der Umstand des „Bagatelldelikts“ abgeschafft, und der Beruf des Abmahnanwalts zum beliebtesten, weil rentabelsten, Beruf in Deutschland aufsteigen wird.

Genau deshalb appelliere ich auch an alle, quelloffene Software zu nutzen und die Open Source-Community zu unterstützen: nur dort kann am ehesten staatliche und industriell betriebene Bespitzelung aufgedeckt („Bundestrojaner“) und wirksame Gegenmaßnahmen entwickelt werden (z.B. Anonymisierungsdienste a’la Tor).
Von anderen Vorteilen wie offenen Standards und Interoperabilität, die Befreiung aus der Abhängigkeit von überteuerten und inkompatiblen, weil proprietären, Lösungen (siehe z.B. MS Office, Apple iWorks im Office-Bereich) ganz zu schweigen, garantiert Open Source stets da Freiheit, wo die Industrie nur die Bindung des Kunden an das eigene Produkt sieht.

Um den Eintrag noch mit einem kleinen Lichtblick abzuschließen: ab März beginnt der Sci-Fi-Channel endlich mit der Ausstrahlung der vierten und leider letzten Staffel von Battlestar Galactica, und der Auflösung des letzten Cliffhangers. Spannend wird vor allem, was es denn nun mit den „Final Five“ auf sich hat und wie es nun mit Gaius Balter weiter geht *g*. Wobei ich allerdings fürchte, dass es ein ziemlich kurzes Vergnügen wird: laut aktuellen Meldungen u.a. auf Caprica City sind die Dreharbeiten ca. bei Folge 11-13 steckengeblieben, als der Autorenstreik in den USA die Serie erwischte. Dass es wieder einen kleinen Midseason-Break geben würde, war klar – für mich schauts momentan aber eher danach aus, als ob wir letzte Folge wirklich erst 2009 über den Äther flimmern sehen werden :/.
…. gab es nicht mal irgend so einen klugen Spruch zur Geduld ? *g*

Ok, soweit erstmal von mir. Ich möchte mich jetzt schon einmal bei allen Besuchern von works13 bedanken, ihnen ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch wünschen. Ich hoffe, wir sehen uns auch im neuen Jahr wieder, dann hoffentlich wieder mit mehr Neuigkeiten, Berichten und vielleicht ein paar kleinen Goodies 😉

Konzeptstudien zur Vorplatzgestaltung der Festung Königstein (Sächsische Schweiz):

Variante1

Variante2

Variante 3

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